Gesundheit im Ungarn-Lexikon

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Ungarn hat so viele Thermal- und Heilquellen zu bieten, wie kein anderes Land auf der Welt.
Derzeit sind mehr als 1000 heiße Quellen bekannt, von denen mehr als 300 eine Heilwirkung
haben. Aufgrund der besonderen geologischen Beschaffenheit des Karpatenbecken liegt das
Wasser nur knapp unter der Erdoberfläche und sprudelt teilweise 100 Grad Celsius warm aus
der Erde. Die Menschheit nutzt seit mehr als 2000 Jahren die Heilkraft des Wassers. Die
heilende Wirkung entsteht durch das komplexe Zusammenspiel von Temperatur, Druck,
Auftrieb und chemische Reaktionen. Dies Stoffe sind im Wasser gelöst und gelangen durch
Haut, Magen und Atemwege in den Organismus, wo sie ihre heilende Wirkung entfalten.
Jedoch ist Ungarn nicht nur aufgrund der Quellen als Erholungs- und Wellnessgebiet bekannt,
sondern auch wegen der guten und gesunden Luft. Ungarn verfügt über Höhlenkurorte, die
über eine mit Mineralstoffen angereicherte Luft verfügen und durch das besondere
Mikroklima heilend wirken. In vielen Einrichtungen wird Wasser und Luft zusammen
angewendet, wie es im Höhlenbad von Miskolc-Tapolca der Fall ist. Für eine erfolgreiche
Behandlung von Atmungs-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen werden besonders die
Karstgebiete im Nordosten und die vulkanischen Höhlensysteme an Nordufer des Plattensees
empfohlen. Luft und Wasser in Ungarn sind also sehr gesund, kein Wunder, dass die
Wellnessbranche, hier vor allem das Medical Wellness, immer mehr wächst. Es gibt viele
Angebote, die man von Deutschland aus bereits buchen kann. Allerdings besteht auch die
Möglichkeit, vor Ort es sich in den vielen Anlagen gut gehen zu lassen.



