Kleine Tiefebene im Ungarn-Lexikon
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Bei der Kleinen Ungarischen Tiefebene handelt sich um eine Tiefebene im Pannonischen
Becken, deren Höhenlage etwa 110 bis 150 Metern über Adria ist. Genannt wird diese
Tiefebene nach Kleines Ungarisches Tiefland und wird von der Großen Ungarischen
Tiefebene im Karoatenbecken Ostungarns klar getrennt. Die Kleine Ungarische Tiefebene
erstreckt sich vor allem im nordwestlichen Ungarn und der südwestlichen Slowakei, wobei
kleinere Anteile auch das östliche Österreich berühren. Die Kleine Ungarische Tiefebene ist
etwas 80 mal 100 Kilometer groß und umfaßt die Städte, Bratislava, Komarno, Tata, Pápa,
Köszeg und Sopron. Das Klima in der Kleinen Ungarischen Tiefebene zeichnet sich durch
sehr warme und trockene Sommer sowie feuchte und kalte Winter aus. Durch die Kleine
Ungarische Tiefebene fließen Nebenflüsse der Donau, dessen größter die Raab aus der
Steiermark ist. Der größte See des Gebietes ist der Neusiedler See, der allerdings sehr flach
ist. Um 1800 war das Landschaftsbild vom Ackerbau und von einer intensiven Viehzucht von
Rindern, Pferden und Schafen gekennzeichnet. Zudem gab es viele Handwerker, sodass die
Gehöfte sehr marktfähige Produkte erzeugten. Durch die Industrialisierung kamen in diesem
Gebiet immer mehr Landmaschinen zum Einsatz, weshalb hier auch größere
Maschinenfabriken entstanden. In den Städten der Kleinen Ungarischen Tiefebene war
vorwiegend der Handel und das produzierende Gewerbe zu finden, während sich auf dem
Lande die Wassermühlen entwickelten. Sehr bekannt sind größere Unternehmen, wie die
Töpferei von Györ und die Tischlereien von Komárom. Aufgrund der Anbindung an die
Donau wurden auch viele Produkte exportiert, besonders nach Österreich verschiffte man
Getreide und Salz. Importiert wurden vor allem Eisen, Erze und Holz.



