Nationalpark Bükk im Ungarn-Lexikon
Durch den Nationalpark Bükk wird seit dem 1. Januar 1977 der natürliche Pflanzen- und
Tierbestand des Bükk-Gebirges geschützt. Des weiteren dient der Nationalpark der Hege und
Wahrung der geologischen, landschaftlichen und kulturellen Werte dieses Gebietes.
Insgesamt ist der Nationalpark Bükk 43.200 Hektar groß und rund 97 Prozent dieses Gebietes
sind bewaldet. Bükk gilt aufgrund der durchschnittlichen Höhe der einzelnen Berge als die
höchste Gebirgslandschaft Ungarns. Die Gipfel ragen ungefähr 900 Meter in den Himmel.
Die Hochebene des Bükk-Gebirges ist rund 40 km² groß und präsentiert sich in der
Umgebung des Letten-Schiefergebietes. Zu finden sind hier geologische Merkmale der
Karstoberfläche, wie die Karstlöcher und die engen Senken, hohen Felsrücken und sehr tiefen
Schluchten sowie Bergwiesen und Höhlen. Im Volksmund werden die Randgipfel der
Hochebene „Steine", also „ko", genannt. Eine wunderbare Fernsicht hat man von denen
Steinen Három, Tar, Vörös, Cserepes und Bél. Aufgrund des Mikroklimas dieser
abwechslungsreichen Oberfläche können hier sehr viele seltene Tier- und Pflanzenarten leben.
Hier findet man sehr viele Arten, die nur in einer mediterraneren Gegend vorkommen und
auch solche, die aus der letzten Eiszeit stammen. Besonders der Bestand an Faltern und
Schmetterlingen ist in dieser Region einzigartig und vielfältig. Zudem brüten hier mehr als 90
unterschiedliche Vogelarten und denen es auch viele bedrohte Arten gibt. Teilweise sind
deren Nester nur hier in Ungarn an den Kaltsteinwänden des Bükk-Gebirges zu finden. Das
Gebirge verfügt über unzählige Höhlen, die hirnsichtlicher ihrer Qualität des Wasser sehr
wichtig sind. Des weiteren sind in vielen dieser Höhlen interessante archäologische Funde zu
besichtigen.



