Pecz im Ungarn-Lexikon
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Früher war das ungarische Pécz unter dem Namen „Fünfkirchen" bekannt und konnte sich im
nationalen Wettbewerb als Kulturhauptstadt etablieren. Im Anschluss daran hofften alle, dass
sich Pécz als erste ungarische Kulturhauptstadt in Europa durchsetzt, denn dafür sprechen klar
die vielen stillgelegten Fabriken und Industrieanlagen, die zu Kulturviertel umgebaut wurden.
Eine Hoffnung die sich bestätigte. Kennt man die Geschichte dieses Gebietes, weiß man, dass
sich hier mittelalterliche Architekturen ebenso findet, wie türkische und barocke Elemente.
Die altchristlichen Grabkammern sind nur eine der insgesamt acht ungarischen von der
Unesco anerkannten Weltkulturerbestätten. Diese verzierten Grabkammern gehen bis in das 4.
Jahrhundert zurück, als die Stadt noch als Sopianae Provinzsitz des Römischen Reiches war.
Die Besonderheit der Grabkammern besteht in den gut erhaltenen Wandmalereien, die das
biblische Geschehen wiedergeben. Allerdings macht Ungarn auch außerhalb von Ungarn von
sich reden, denn am 9. März 2006 startete in Berlin das Ungarische Kulturjahr 2006/2007.
Vorher, im Herbst 2005 machte Ungarn schon mit den Ungarischen Kulturwochen in der
Europäische Zentralbank in Frankfurt auf sich aufmerksam. Der Andrang der Besucher war
sehr erfolgreich und so konnte Ungarn einen Ansturm von Touristen in den folgenden Jahren
verbuchen. Nach wie vor steht Ungarn in Deutschland sowie in Ungarn selbst für eine
sprühende Lebenslust in Wein, Weib und Gesang, gutem Essen und Entspannung. Besonders
profitierte von dieser Werbung über die Grenzen von Ungarn hinaus die Kulturhauptstadt
Pécz und wird seitdem touristisch immer mehr ausgebaut. Aber auch andere Teile von Ungarn
erfreuen sich immer weiter steigender Besucherzahlen und haben touristisch einiges zu bieten.



