Staatsbahn im Ungarn-Lexikon
Verbringt man seinen Urlaub in Ungarn, sollte man sich in den historischen Zügen der
Ungarischen Staatsbahn, kurz MAV, auf eine wahre Zeitreise begeben. Die Züge stammen
aus der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert und sind weltweit sehr bekannt. Das
Ausgangspunkt ist immer Budapest, von dort aus es unterschiedliche Touren gibt. In der
Hauptsaison kann man mit dieser musealen Bahn jeden Samstag vom Budapester
Westbahnhof zum Donauknie reisen. In allen geraden Kalenderwochen fährt die Bahn auf der
Strecke Vác – Kismaros – Nagymaros – Visegrád – Zebegény – Szob und in den ungeraden
Kalenderwochen führt der Weg nach Solymár, Pilisvörösvár und Esztergom. Hierbei kann
man zwischen Rundkursen oder Teilstrecken wählen. Um mit dieser Nostalgiebahn fahren zu
dürfen, benötigt man eine entsprechende MAV-Fahrkarte in der zweiten Klasse sowie einen
Nostalgiezuschlag. Dieser kostet für Erwachsene rund 1,50 und für Kinder rund einen Euro.
Neben diesen Strecken kann man auch Ganztagsprogramme buchen, die eine nostalgische
Reise in das Donauknie beinhalten. Neben der Rundreise mit dem Nostalgiezug gehört zum
Programm die Besichtigung der Burg Fellegvar in Videgrad, eine Fahrt mit dem
Promenadenschiff auf der Donau sowie eine Mittagessen in einer typisch ungarischen Csarda.
Neben diesem Reiseangebot gibt es ein weiteres Paket, zu dem ebenfalls die Zugreise, ein
Besuch der Basilika, der Schatzkammer und der Burg in Esztergom sowie der Bustransfer und
ein Mittagessen gehört. Diese Pauschalangebote kosten etwa 50 Euro. In den
Sommermonaten gibt es neben dieser traditionsreichen Bahn eine weitere romantisch-
historische Eisenbahnreise rund um den Balaton. Zwischen Keszthely und Badacsonytomaj
fährt in der Saison täglich, außer sonntags und montags, eine Bahn.



