News vom 05.06.2010
In Ungarn wächst die Angst vor einer Staatspleite
In Ungarn wurde jetzt durch die ungarischen Regierungspolitiker durch entsprechende Äußerungen zur Finanzlage die Angst vor einer Staatspleite geschürt. Dies zeigte sich gleich in Kursverlusten der ungarischen Währung Forint am gestrigen Freitag. Seit einer Woche regieren die rechts-konservativen Bund Junger Demokraten, deren Spitzenpolitiker selbst eine drohende Pleite ins Gespräch gebracht hatten. Am Donnerstag dieser Woche hatte der geschäftsführende FIDESZ-Vizechef Lajos Kosa erklärt, das augenblickliche Ziel der neuen Regierung unter Ministerpräsident Viktor Orban sei es, „den unmittelbaren Staatsbankrott abzuwenden“. Auch Orbans Kanzleichef Mihaly Varga sagte am gleichen Tag, dass „der von der sozialistischen Vorgängerregierung erstellte Staatshaushalt für 2010 nicht die wahren Vorgänge und Daten reflektiere“.
Auf den Märkten muss man am Freitagnachmittag bereits 287 Forint für einen Euro bezahlen - der schlechteste Kurswert seit einem Jahr. Am Morgen des Tags zuvor kostete ein Euro noch 273 Forint.



