News vom 11.06.2010
Bankensteuer in Ungarn
Damit die Sanierung des Staatshaushalts erfolgreich ist und damit noch eine Schuldenkrise abgewendet werden kann, will Ungarn eine neue Bankensteuer einführen. Ferner soll es zukünftig einen einheitlichen Einkommensteuersatz von 16 Prozent geben. Diese Neuigkeiten kündigte der ungarische Regierungschef Vikort Orban in einer mit Spannung erwarteten Rede an. Der Finanzsektor wird damit in diesem Jahr rund 200 Millioarnden Forint, dass sind 700 Millionen Euro, in die Staatskasse einzahlen. Ferner ist geplant, dass die Regierung Hypotheken in Fremdwährungen verbieten will. Orban setzt den Rotstift auch im öffentlichen Sektor an, denn hier sollen die Gehaltskosten um 15 Prozent sinken.
Die Entwicklung der Finanzmärkte in den vergangenen Tagen zeigten deutlich die Unsicherheit über die Zukunft Ungarns. Wenngleich die Landeswährung Forint und ungarische Aktien während Orbans Rede zunahmen, gaben sie kurz darauf ihre Gewinne gleich wierder ab.
Mit den Aussagen in der Rede kam es am vergangenen Donnerstag auf den Märkten zu großer Aufruhr. Allerdings gäbe es nur geringe Chancen, dass eine Krise wie die in Griechenland noch verhindert werden kann.



