Donauknie im Ungarn-Lexikon

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Eines der schönsten Panoramen des Landes Ungarn erlebt der Besucher am Donauknie, dort
wo der Fluss zwischen den Bergen nach Süden hin abbiegt. Im Mittelalter war dieser Platz ein
Schauplatz von vielen bedeutenden historischen Ereignissen und gehörte zu den Besitztümern
der ungarischen Könige. Somit sind der Nachwelt viele wertvolle historisch, kulturelle Werte
und Denkmäler erhalten geblieben. Szentendre ist eine Stadt am Donauufer, die zum
meistbesuchten Touristenzentrum am Donauknie zählt. Hier laden verwinkelten Straßen, die
sieben Türme, die farbenfrohen Häuser, die engen Gässchen, das mediterrane Flair, die zwei
Dutzend Museen und Galerien, die Familien-Pensionen und Restaurants zum Verweilen ein.
Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert wurden von den sich hier niederlassenden und
geflohenen serbischen Siedler viele Kirchen gebaut. Bis heute gehören vier dieser Kirchen der
pravoslawischen Kirche an. Im Museum der orthodoxen Kirchenkunst sind viele
Goldschmiedearbeiten und andere Kunstschätze und Sehenswürdigkeiten der orthodoxen
Kirche zu besichtigen. Aus dem 13. bis 16. Jahrhundert befindet sich auf der Mauer der
römisch-katholischen Pfarrkirche, die sich auf dem Burghügel befindet, eine der ältesten
Sonnenuhren Ungarns. Nostalgiefans sind hier genau richtig, denn hier gibt es Geschäfte,
Restaurants, Wappen, denkmalgeschützte Gebäude auf dem Fõ tér, Stuckarbeiten an den
Häusern, viele Fotomotive und eine der populärsten Sammlungen des Landes im Margit-
Kovács-Museum zu bestaunen. Das Museum zeigt vielfältige Kunst, deren Quellen das Gute,
Schöne und Menschliche sind. Mit der Volkskunst des Kombitats Pest kann man sich im
Haus der Volkskunst auseinander setzten. Antike Funde der Stadt Ulcisia Castra aus dem 1.
bis 4. Jahrhundert kann man im römischen Lapidarium besichtigen.
Sehenswertes am Donauknie
Die Landschaft des Donauknies ist wahrhaft königlich und bietet den vorbeifahrenden
Menschen auf den Schiffen einen ganze besonderen Anblick. Hier befindet sich die Basilika,
die Mauern der ehemaligen Burg von Esztergom und die Silhouette der dreißigtausend
Einwohner zählenden Kleinstadt. Die Basilika stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist nicht
nur aufgrund ihrer Größe einmalig, denn sie ist die größte Kirche des Landes, sondern hat
auch ein einzigartiges Altarbild zu bieten. Hierbei handelt es sich um ein Gemälde, dass die
Himmelfahrt der Madonna darstellt und gleichzeitig das größte und einzige, auf Leinen
gemalte Altarbild der Welt ist. Das Innere der Kirche gilt als einzige erhalten gebliebene
Erinnerung an die ungarische Renaissance. In der Schatzkammer des Domes wird eine
umfangreiche Sammlung ungarischer Kirchenschätze verwahrt. Als Oberhaupt der
katholischen Kirche in Ungarn gilt Esztergom, dass gleichzeitig auch Sitz des Erzbischofs ist.
Der Primaspalast des katholischen Oberhauptes beherbergt ein christliches Museum, in dem
wertvolle Stücke der bildenden Künste besichtigt werden können. Im Jahre 972 wurde auf
dem Burgberg die erste Festung erbaut, in der der Staats- und Kirchengründer Ungarns, König
Stephan der Heilige, geboren wurde. Daher wird Esztergom auch als Wiege der Nation
bezeichnet. Heute erinnern an das ehemalige Palastgebäude die aus dem 12. Jahrhundert
stammende Burgkapelle und die Rosenfenster, die beide die Symbole von Esztergom sind.
Die S-Kurve des Donauknies entstand nach der Eiszeit, indem das Tal und das Flussbett, dass
von Bergen umrahmt ist, immer weiter absank. Im schönsten Teil dieser Landschaft Videgrad
wurde hier gebaut, mit Mitteleuropas größten, mittelalterlichern Wohnturm. Bis heute ist er in
seinem Originalzustand erhalten geblieben und kann besichtigt werden.



