Fischfang im Ungarn-Lexikon

Durch das recht ebene Oberflächenprofil von Ungarn gibt es hier keine kalten Bergbäche und Flüsse mit einer hohen Strömungsgeschwindigkeit. Somit gibt es auch keine Forellen, Äschen und Huchen. Allerdings hat Ungarn in den träge fließenden oder auch stehenden Gewässern sehr wohlschmeckende Zuchtkarpfen und Raubfische wie Welse, Hechte, Zander, Rapfen und Döbel zu bieten. Vertreten sind auch Friedfische wie alle Arten von Weißfischen, Gold- und Silberkrauschen, Schleie und der in Europa recht selten gewordene Sterlet. Die Donau und die Theiß sind die beiden größten Flüsse von Ungarn. Die Donau kommt von Westen her und die Theiß von Osten. Für einen Angler sind jedoch die von den Alpen her stammende Rába in Westungarn und die drei Köröszuflüsse in Ostungarn Sebes-Körös, Fekete-Körös und Fehér- Körös von Bedeutung, denn hier ist der Fischbestand am höchsten. Das beste stehende Gewässer ist der größte Binnensee Mitteleuropas, der Plattensee oder auch Balaton genannt. Ungefähr 50 Kilometer nördlich des Balaton befindet sich der Velence-See, der ebenfalls ein sehr beliebtes Ziel für Urlauber und Angler ist. Aufgrund der Gestaltung der Theis gibt es im Alföld, in der ungarischen Tiefebene, den Stauasse von Kisköre. Mit seinen 26 km² beträgt seine Wasserfläche das fünffache des Velence-Sees. Die meisten der stehenden Gewässer, in denen man erfolgreich angeln kann, wurden in den letzten Jahren künstlich angelegt oder sind in verlassene Gruben entstanden. Alle Stauseen bieten den Sportangler sowie den zahlreichen ausländischen Touristen sehr viele Möglichkeiten, ihrer Anglerleidenschaft nachzugehen. Überall wird man mit der traditionellen und typischen Gastfreundschaft empfangen. Beachten muss man allerdings die unterschiedlichen Vorschriften für die einzelnen Gewässer. So darf man in bestimmen Seen nur vom Ufer aus angeln und in keinem Fall mit dem Boot auf den See fahren.

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Text (c) 2017: C. H.

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