Keszthely im Ungarn-Lexikon

Keszthely ist eine Stadt am nördlichen Westufer des Balaton und darf seit einiger Zeit offiziell die Bezeichnung „Hauptstadt des Balatons" führen. Mit ihren ungefähr 23.000 Einwohnern hat sich diese geschichtsträchtige Kreisstadt in den letzten Jahren zu einer Metropole entwickelt. Besiedelt wurde dieses Gebiet bereits im 4. Jahrhundert von den Römern. Später lösten ich hier die Hunnen, die Ostgoten, die Langobarten und die Awaren ab. Die Familien Festetics Keszthely nahm die Stadt Anfang des 17. Jahrhunderts in ihren Besitz und baute ein prächtiges Schloss sowie ein Rathaus, Krankenhäuser, Schulen und Europas erste Agrarhochschule. Bis heute ist Keszthely eine Universitätsstadt und gilt als Bildungs- und Kulturzentrum. Das Stadtbild zeigt altehrwürdige Gebäude und viele historische Kulturdenkmäler. Zudem gibt es hier ein aktives Geschäftsleben und der Tourismus ist hier nicht nur in den Sommermonaten zu spüren. Somit hat Keszthely zu jeder Jahreszeit das Flair einer sehr lebendigen und modernen Stadt, die jedoch ganz und gar auf ihre Traditionen schwört. Die hauptsächlichen Erwerbsquellen liegen im Handel, in der Kleinindustrie und natürlich im Tourismus. Sehenswert sind neben dem Festetics Schloss das Puppenmuseum, das Balaton Museum, das Burgtheater Cserszeg-tomaj sowie die Fußgängerzone mit ihren vielen historischen Gebäuden. Auch die Strandpromenade und das Seeufer können sich sehen lassen und laden zum Bummeln ein. Eine sehr schöne Route für einen Spaziergang ist ein Rundgang durch die Innenstadt, wobei man unbedingt den Markt besuchen sollte. Das Puppenmuseum befindet sich ebenfalls in der Nähe der Fußgängerzone und ist Europas größtes Trachten-Puppenmuseum mit mehr als 500 Porzellanpuppen in der Volkstracht von Ungarn. Zeitgenössische Trachten kann man im Panoptikum betrachten. Hier sind mehr als 40 lebensgroße Figuren von berühmten Persönlichkeiten in Tracht ausgestellt.


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