Tourismus im Ungarn-Lexikon

Ungarn verzeichnet Jahr für Jahr mehr Besucher, von denen die meisten Touristen aus Österreich, Deutschland und Rumänien stammen. Neben den steigenden Zahlen der Einreise nehmen auch die Übernachtungen in Ungarn immer mehr zu, wovon am meisten Budapest und die südliche Tiefebene profitiert. Die meisten Buchungen stammen von deutschen Touristen, gefolgt vom Vereinigten Königreich, Irland, Norwegen, Rumänien, der Ukraine und der Türkei. Aber auch aus dem asiatischen Raum verbringen immer mehr Chinesen und Japaner ihren Urlaub in Ungarn. Einen überdurchschnittlichen Anstieg an Übernachtungen konnten die mehr als 100 ungarischen Kur- und Wellnesshotels verzeichnen. Hierbei schlägt sich vor allem die starke Nachfragen im Kur- und Wellnessbereich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nieder. Mehr als zwei Drittel aller Übernachtungen in Ungarn stammen aus diesen Ländern. Kein Wunder, denn in Ungarn gibt es sehr viele Heilquellen und Thermalbäder, sodass sich hier die Wellnessbranche sehr breit gemacht hat. Besonders beliebt ist Ungarn aber bei Jugendlichen, denn viele unternehmen eine Reise hier hin, nachdem sie ihren Schulabschluss geschafft haben. Teilweise wird hier schon vom zweiten Mallorca gesprochen, denn die jugendlichen Urlauber bewegen sich überwiegend in der inzwischen ausgedehnten Partyszene am Plattensee. Begründet ist dies in den günstigen Preisen, denn ein Urlaub in Ungarn kostet nicht sehr viel Geld. Zahlreiche Reiseveranstalter füllen Reisebusse mit feierwilligen Jugendlichen und kutschieren sie zu den angesagtesten Gebieten rund um den Plattensee. Fachleute der Tourismusbranche prognostizieren für die nächsten Jahre einen stetig wachsenden Trend. Allerdings müssen sich die Ungarn sehr anstrengen, denn an vielen Hotels hat der Zahn der Zeit deutliche Spuren hinterlassen, sodass die Unterkünfte noch sehr weit von den europäischen Standards entfernt sind.

Entwicklung des Tourismus am Balaton

Der Massen- und Billigtourismus in Ungarn am Plattensee boomte in den ersten Jahren nach der politischen Wende. Viele Deutsche, Österreicher und Schweizer besiedelten Sommer für Sommer die Strände am Plattensee. Darunter litt die Qualität der Dienstleistungen sehr und nur mit vielen Bemühungen um die Aufnahme in die Europäische Union hoben sich im einstigen Billigparadies die Preise. Da man Anfangs jedoch gar nicht dran dachte, die Mehreinnahmen zu investieren und die Dienstleitungen und die Infrastruktur zu verbessern, ging der Tourismus sehr zurück. Heute bemüht sich Ungarn sehr um einen neuen Aufschwung des Tourismus, was sich deutlich in den hohen finanziellen Mitteln zeigt, die der Staat zur Verfügung steht. Inzwischen haben auch viele Dienstleiter erkannt, dass sie in der freien Marktwirtschaft nur dann überleben können, wenn sie ihre Leistungen enorm verbessern und konstant halten. In der Region am Westbalaton gibt es viele Thermalbäder, sodass ein ganzjähriger Kur- und Urlaubsbetrieb möglich ist. Hier wird viel gebaut, saniert, renoviert und für einen angenehmen Aufenthalt der Gäste gesorgt. Hier erinnert man sich inzwischen wieder an die alten Schönheiten der Region und nutzt diese als Lockmittel für die Touristen. So steht der Westbalaton heute für Volkskunst, Natur pur, viele historische Sehenswürdigkeiten, Thermalbäder, kulinarische Hochgenüsse sowie Bade- und Freizeitspaß. Der Balaton ist zudem ein Paradies für Angler und in den mehr als 20 Häfen kann man Segelboote ausleihen und es gibt viele Surfschulen. Das Nordufer des Balaton bietet mit den Halbinseln Tihany und Szigliget ein Eldorado für Reiter und Wanderer. Am Südufer gibt es lange Sandstrände und seichte Uferwasser. Somit ist diese Region besonders gut für einen Familienurlaub mit kleinen Kindern geeignet.

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Text (c) 2017: C. H.

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