Impfschutz im Ungarn-Lexikon

Vom Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts wird ein Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A empfohlen. Handel es sich um einen Aufenthalt von mehr als vier Wochen oder einer besonderen Exposition, sollte man such auch gegen Hepatitis B und Tollwut impfen lassen. Zu bestimmten Jahreszeiten kommt es in Teilen des Landes, besonders westlich von Budapest, um Miskolc und an der Nordgrenze, evtl. auch vereinzelt in anderen Landesteilen zur Übertragung der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) durch Zeckenbisse. Daher sollte eine Zeckenimpfung unbedingt vorgenommen werden. Am besten setzt man sich rechtzeitig mit einem Reise- oder Tropenmediziner in Verbindung und klärt die einzelnen Schutzimpfungen. Touristen sollten auch wissen, dass in Ungarn die klassische Geflügelpest aufgetreten ist. Für alle deutschen Staatsangehörigen, die in Deutschland gesetzlich krankenversichert sind, besteht auch in Ungarn aufgrund des deutsch-ungarischen Sozialversicherungsabkommen ein Versicherungsschutz. Daher sollte man unbedingt die Europäische Krankenversicherungskarte mit sich führen, die als Nachweis für den in Deutschland bestehenden Krankenversicherungsschutz gilt. Um sicherzugehen, dass ein Versicherungsschutz gegeben ist, sollte man mit seiner Krankenkasse Kontakt aufnehmen. Im Zweifelsfall ist es ratsam, eine Reisekrankenversicherung abzuschließen ebenso eine Reiserücktransportversicherung. Die Ärzte und die Ausstattung der Krankenhäuser können mit den europäischen Standards durchaus mithalten. In den Krankenhäusern der größeren Städte gibt es die besten Ärzte und die beste medizinische Versorgung. Zudem haben diese Krankenhäuser einen 24-Stunden-Unfalldienst für Touristen. Die Kosten der medizinischen Versorgung werden nach einem gesetzlich festgelegten Katalog berechnet, das Honorar des Arztes jedoch kann er frei wählen. So kann es durchaus vorkommen, dass ein Arzt in der Stadt wesentlich teurer ist, als ein Arzt auf dem Lande.

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Text (c) 2017: C. H.

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